Es ist recht modern, in der heutigen Zeit einen Mentor zu haben. Oder noch besser: Selbst einer zu sein. Was oft dahinter steckt ist die Anmaßung, bereits bestimmte Erfahrungen gesammelt zu haben und deshalb eben befugt, berechtigt oder gar legitimiert zu sein, sich Mentor zu nennen. Und ein gehöriges Preisschild an das zugehörige Mehrmonatsprogramm zu kleben.

Wenn ich manche Mentoren erlebe, bekomme ich jedoch den Eindruck, dass es nur um das Missionieren geht. Darum, andere zu belehren oder gar aktiv umzustimmen. Schließlich sei die eigene Meinung doch die richtigste und kein anderer hätte je genug gute Argumente gehabt, welche die eigene Wahrnehmung (übrigens oft vermarktet als heilsbringende Zukunftsvision) widerlegen. In meiner Auffassung geht Mentoring viel weiter: Der Mentee wird unterstützt, begleitet und umfassend informiert. Ihr oder ihm werden Wege und (falls vorhanden) sogar Netzwerke eröffnet.

Der hoch-professionelle Mentor im Jahr 2020 inspiriert und teilt sein Wissen oder Know How, um den bereitwilligen Mentee besser zu machen oder weiterzuentwickeln. Eine vertrauensvolle, hochwertige und schlagkräftige Einheit entsteht, wenn Mentor und Mentee zusammenwirken.

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